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Textallianzen

am Schnittpunkt der germanistischen Disziplinen

Series:

Alexander Schwarz and Laure Abplanalp Luscher

Staaten gehen in schweren Zeiten Allianzen ein, weil sie gemeinsam stärker sind. Bei Texten lässt sich ein ähnliches Phänomen verfolgen, besonders in der Frühen Neuzeit, wenn es um die Gewinnung von Käufern für die neuen Druckprodukte geht. Welche Gattungen sind am bekanntesten und beliebtesten, welche Texte lösen die Produktion neuer Texte aus, welche Arten von Textfragmenten lassen sich zu neuen Mosaiken zusammensetzen, welche Textsorten finden unter einem Einband ein gemeinsames Zuhause? Solchen Fragen gehen anhand von geistlichen wie weltlichen, literarischen wie Alltagstexten die Beiträge dieses Sammelbandes nach.
Aus dem Inhalt: Wolf-Dieter Krause: Textsorten und Intertextualität - eine Problemsicht – Rüdiger Schnell: Sprachgeschichte und Textsorte – Ulrich Möllmann: Zum Verhältnis von Text und Kommentar in der Überlieferung der Regula Benedicti – Franz Simmler: Makrostrukturen im Matthäus-Evangelium der Augsburger Bibel von a. 1350 – André Schnyder: Prediger, Christ und Madame Welt – Claudia Wich-Reif: Die Episteln in Luthers Septembertestament – Birgit Stolt: Das Katechismusgebet in Luthers Betbüchlein (1522) – Olivier Tache: Verbstellungsvariation – Margarete Wagner: Textallianzen in Briefsammlungen der Huterischen Brüder – Siegrid Schmidt: Abaelard und Heloise – Ilpo Tapani Piirainen: Konzept, Original, Kopie – Ursula Schulze: Textallianzen zur Authentisierung von Rechtsbüchern – Nicole Spengler: Zum Verhältnis der Textsorten ‘Urkunde’ und ‘Brief’ – Jörg Meier/Arne Ziegler: Stadtbücher als Textallianzen – Krystyna Waligóra: Zur Methode graphischer Untersuchungen in einer Abschriftensammlung – Slawomira Kaleta-Wojtasik: Mittelalterliches Testament als Textsorte – Gabriele von Olberg: Offene Formen? – Thomas Brooks: Vom Vorreiter zum Nachzügler – Ursula Kundert: Stichwort und Figur – Danielle Buschinger: Wolframs Parzival und Chrétiens de Troyes Conte del Graal – Hildegard Elisabeth Keller: Inversion des Veilchens – Gertrud Blaschitz: Die Schwänke des Neithart Fuchs – Thomas Althaus: Sinnverweigerung? – Larissa Awetissova: Die Konversationsrituale im Prosaroman – Swetlana M. Pankratova: Lexikalische und phraseologische Einheiten im Schwankroman über Eulenspiegel – Galina Baeva: Direkte Rede in Ein kurtzweilig Lesen von Dil Ulenspiegel – Laure Abplanalp Luscher: Die Vergangenheitstempora im ältesten deutschen und französischen Eulenspiegeldruck – Anja Hill-Zenk: Zuhause in der Fremde? – Jana Ruzičová: Zur frühesten Rezeption des Eulenspiegel in den böhmischen Ländern – Alexander Schwarz: Abwege vom Abweg – Hans-Gert Roloff: Das Faustbuch von 1587 und die Integration von Textallianzen – Albrecht Classen: Von Chaucers Canterbury Tales bis zu Wickrams Rollwagenbüchlein – Romy Günthart: Form oder Inhalt? – Jörg Jungmayr: Das Verhältnis von Diskurs und Narratio in Johann Beers Romanen – Christiane Caemmerer: Deutsche Schäffereyen – Ulrike Neumann: Gottfried Hoffmanns heilsgeschichtliche Allegorie – Winfried Woesler: Lessings gattungstheoretische Überlegungen zur Fabel und seine Fabelsammlungen.