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Der Simultandolmetschprozess

Eine empirische Untersuchung

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Marion Wörrlein

Simultandolmetschen ist ein komplexer kognitiver Vorgang, in dessen Verlauf zahlreiche Prozesse gleichzeitig bewältigt und koordiniert werden müssen. Dies erfordert vom Dolmetscher den gezielten Einsatz simultanspezifischer Strategien, die mit entscheidend für die Qualität der gesamten Dolmetschleistung sind. Wie sehen diese Strategien aus? Welche Strategien werden bevorzugt in welchen Situationen eingesetzt und welche bedingen sich gegenseitig? Benötigen sie viel oder sparen sie viel Verarbeitungskapazität ein? Auf diese und weitere Fragen gibt die vorliegende Arbeit detaillierte Antworten. Das Hauptaugenmerk wird dabei nach der Erläuterung des Simultandolmetschprozesses anhand des Modells von Barbara Moser-Mercer auf die verstehensstützenden Strategien Antizipation, Inferenzieren, Segmentierung und Wissensaktivierung gelegt.