Show Less
Restricted access

Preisnachlässe an virtuelle Einkaufsgemeinschaften im Internet

Lauterkeitsrechtliche Bewertung von Powershopping nach der UWG-Reform unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung des deutschen Verbraucherleitbildes

Thomas Riehl

Mit dem Begriff «Powershopping» wird eine nahezu ausschließlich über das Internet betriebene Vertriebsform bezeichnet. Diese zeichnet sich durch die Bündelung der Nachfrage mittels der Bildung virtueller Einkaufsgemeinschaften zur Erzielung besserer Einkaufspreise aus. Ende der 90er Jahre bis in das Jahr 2001 erfreute sich Powershopping in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Die aufgeschreckte Konkurrenz bemühte zur Abwehr dieser für sie unliebsamen neuen Geschäftsidee die Gerichte. Diese stuften Powershopping als wettbewerbswidrig ein, letztmalig das OLG Köln im Juni 2001. Aufgrund dieser Rechtsprechung und wegen der Abschwächung des Internet-Hype ist die ehemals große Anzahl der Anbieter von Powershopping auf heute nahezu Null zurückgegangen. Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Powershopping nach der Reform des UWG im Jahr 2004 mit dem materiellen Lauterkeitsrecht in Einklang steht und ob dieses Vertriebsmodell damit in der Zukunft aus rechtlicher Sicht in Deutschland eine Aussicht auf Erfolg hat.