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Das Orgellied

Eine neue Gattung an der Schwelle zum 20. Jahrhundert

Rolf Schönsted

Im 18. und 19. Jahrhundert hat das «Klavierlied» seinen Zenit erreicht. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert entsteht im geistlichen Kontext eine neue Liedgattung, die nicht nur neben dieser lange etablierten Liedform Bestand hat, sondern sie sogar teilweise überbietet: das Orgellied.

Von der Zweckbestimmung der Orgel her ursprünglich im gottesdienstlichen Raum angesiedelt, wird das Orgellied um 1900 mit Max Reger und seinen Schülern auch im säkularen Konzertsaal heimisch. Es erhält eine ambivalente Funktion, die zu einer neuen Form von Liederabend führt. Das vorliegende Buch verfolgt die Entwicklung einer Liedgattung für «Solostimme und Orgel» und zieht Konsequenzen für die kirchenmusikalische Ausbildung und Praxis.