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Körpergeschichten

Eine Untersuchung zum Mythosbegriff am Beispiel der Darstellung von Mann und Frau in der Kriegsliteratur von 1939-43

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Manfred Diester

Wie stellt sich aus einem natürlichen Sprachdefizit des Körpers eine physiologisch auftretende Ausdrucksform des Ichs her? Diese Form, die entlang der Sprachtheorie einer materialistischen Psychiatrie diskutiert wird, bilden die Entwicklungsgeschichten von Frontsoldaten, wie sie in der Feldpostliteratur von 1939-43 erscheinen. Die Frau dringt dabei nur in die männlich undomestizierten Randbereiche seines Lebens ein, als Restarchitektur eines Hintergrundes, den der Soldat als ziviles Leben mit der «Feuertaufe» überwunden hat und der vom Vordergrund einer Thanatologie, die Leben und Tod identisch setzt, verdrängt wird.
Aus dem Inhalt: U.a. Literaturproduktion und Vertriebswesen in den Kriegsjahren 1939-43 - Die «erste Produktion» des Sprechers und ihre Widersacher - Die Detonation des Körper-Ichs - Das Labyrinth männlichweiblicher Territorien - Warum Landser lachen.