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Die Rezeption nordamerikanischer Architektur um 1900 in Deutschland und Österreich

Claudia Sohst

Im Jahre 1893 betraten viele Deutsche und Österreicher anlässlich der Columbischen Weltausstellung in Chicago erstmals amerikanischen Boden. Sie entdeckten auf ihrer Reise die bis zu diesem Zeitpunkt in ihren Heimatländern weitgehend unbekannte nordamerikanische Architektur. In Deutschland und Österreich war die Zeit um 1900 eine bewegte Phase der Architekturentwicklung. Der Späthistorismus wurde abgelöst, und es entwickelte sich eine besonders radikale, frühe moderne Architektur. Die kunsthistorische Forschung vermutet seit langem, dass die amerikanische Architektur einen großen Einfluss hierauf hatte. Wie viel Deutsche und Österreicher jener Zeit tatsächlich über die Architektur wussten, ist allerdings bis heute noch nicht untersucht worden. In dem vorliegenden Buch wird das Wissen über die amerikanische Architektur um 1900 zum ersten Mal ausführlich dargestellt. Die Bedeutung Amerikas für die Ausbildung der frühen Moderne wie auch die deutsche und österreichische Architekturentwicklung wird generell hinterfragt. Eine besondere Rolle spielen hierbei die amerikanischen Architekten Henry H. Richardson und Louis H. Sullivan sowie der Österreicher Adolf Loos.