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Negative Synergien bei Unternehmenszusammenschlüssen

Systematisierung und Operationalisierung

Hubert Lechner

Anfang 2006 wurden in Europa Fusionen und Übernahmen im Wert von fast 280 Milliarden Euro angekündigt. Fast täglich gibt es neue Meldungen zu geplanten Übernahmen, beteiligt sind fast alle Branchen. Positive Synergien dienen dabei oft als Legitimation der Entscheidung. Der überwiegende Teil der Akquisitionen ist aber empirischen Studien nach zufolge nicht erfolgreich. Hat das Management aus den gescheiterten Übernahmen der Vergangenheit nicht gelernt?

An dieser Stelle setzt Lechner an: er unterstellt, dass Unternehmen die mit einer Akquisition verbundenen negativen Synergien bei Ihrer Zusammenschlussplanung häufig nicht ausreichend berücksichtigen. Das Management im M&A-Prozess sowie die Integration der Kulturen spielt dabei eine zentrale Rolle. Es werden die mit einem Zusammenschluss einhergehenden negativen Synergien vor dem Hintergrund ihrer Ursache-Wirkungsbeziehungen näher analysiert und systematisiert, um im Entscheidungsprozess für oder gegen eine Akquisition mittels vorgestellter Operationalisierungsmethoden eine validere Entscheidungsgrundlage und ein effektiveres Synergiemanagement zu erhalten.