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Erfahrung und Erkenntnis

Weltbilder im Vergleich

Woldemar Barthel

Es untersucht den Weg zur Erkenntnis nach Emmanuel Kant. Zuerst wird das Erkenntnisschema an einem Bereich der Naturerkenntnis getestet. So wird es bewiesen, wie man Naturgesetze und Denkgesetze, aber auch Jenseits-Dogmen und Gott-Dogmen beweisen kann, nämlich durch Tests an der Erfahrung. Im Buch «Der Gottesbeweis» kommt der Schriftsteller Joachim Fernau zur Einsicht: Unser «seelisches Ich» ragt in ein «Jenseits» hinein. Das ist kein Glaubenssatz, sondern eine induktive Erfahrung. Der Arzt Raymond A. Moddy berichtet im Buch «Leben nach dem Tod» über Menschen, die einmal für «klinisch tot» erklärt wurde, dann aber überlebt haben – und von ihrer Erfahrung jenseits der Grenze erzählen konnten. Religiöse Dogmen können spekulative Elemente enthalten. So beschreibt das Dogma der Trinität, das die Gottheit Jesu Christi postuliert, das historische Geschehen nicht. Die Worte der Theologin Dorothee Sölle «Der wirkliche Jesus in den Evangelien hielt sich eben nicht für Gott...» bestätigt der jüdische Theologe Schalom Ben-Chorin und der Philosoph Karl Jaspers: Jesus von Nazareth war kein Gott. Welches Gottesbild Jesus hatte, sagt Jaspers ganz klar: «Der Gott Jesu ist...der Eine. Bildlose, Gestaltlose...ist wirkende Person...ist das schlechthin Andere, das geglaubt, aber nicht geschaut werden kann. – Er ist die absolute Transzendenz, vor der Welt und außer der Welt, Schöpfer der Welt. Geht man von den Möglichkeiten der Erkenntnis aus, kommt man zu einem Weltbild, das abseits vom philosophischen Atheismus Ludwig Feuerbachs und vom kirlichen Dogmatismus liegt.