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A thorn in my side

Die Osteuropa-Redaktion der Deutschen Welle von der KSZE-Schlussakte bis zur Kooperation mit Radio Moskau (1975-1990)

Dirk Klapperich

Wie keine andere Redaktion war gerade der Russische Dienst der Deutschen Welle in den Ost-West-Konflikt eingebunden. Bescheiden 1962 gestartet, gewann der Russische Dienst schnell an Bedeutung und reihte sich in den 80er Jahren mit seinen Hörerreichweiten unmittelbar hinter die großen westlichen Rundfunksender VOA und geb.C ein. Mit seiner offensiven Programmgestaltung zog der Dienst nicht nur den Zorn der sowjetischen Funktionäre auf sich, sondern erhitzte ebenso die Gemüter der deutschen Politiker. Das Sende-Credo der Redaktion, «Kampf um die freie Meinung!», störte in den Augen der Kritiker die Entspannungspolitik.
Die vorliegende Arbeit schließt eine wissenschaftliche Lücke in der Betrachtung des deutschen Auslandsrundfunks nach 1945: Erstmalig rückt dieser bedeutende und erfolgreiche Sprachdienst der Deutschen Welle in den Fokus einer wissenschaftlichen Betrachtung.
Dirk Klapperich, geb. 1971, studierte Neuere deutsche Literatur und Medienwissenschaft, Philosophie und Politkwissenschaft in Marburg an der Lahn, Köln und Berlin. Seit 200 arbeitet er als TV-Journalist in Berlin. 2007 promovierte er an der Philipps-Universität Marburg.