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Brennpunkt Hauptschule

Benachteiligte Schülerinnen und Schüler und die Schulorganisation in Baden-Württemberg: Empirische Untersuchung zur Neujustierung von Schulleiterkompetenzen

Wolfgang Graf-Götz

Die schulpädagogische Diskussion um benachteiligte SchülerInnen ist stark geprägt von Fragen zu Unterrichtsqualität oder geeigneten Schulstrukturen. Ziel dieser Studie ist es, die Perspektive benachteiligter Schüler näher zu erkunden. Dies soll dabei helfen, die Kompetenzbereiche örtlicher Schulleitungen wie Personalmanagement oder Verwaltung eines Globalbudgets neu zu definieren. Die Untersuchung berücksichtigt unterschiedliche Schülerzusammensetzungen der Hauptschule und different unterstützende kommunale Schulträger. Anhand einer Stichprobe von 311 HauptschulrektorInnen, die repräsentativ für Baden-Württemberg ist, werden statistisch gut abgesicherte Ergebnisse in anschaulicher Weise dargestellt. Dabei werden formale Gegebenheiten und schulische Besonderheiten zum unteren Bildungsbereich beschrieben. Theoretische Beiträge zu Forschungsfeldern wie Hauptschule, Schulorganisation und Schulleitung sowie neuere Theorien zu Formen des Schulmanagements werden ebenfalls diskutiert. Die Studie analysiert Ausprägung und Umfang der Korrelation von bedeutsamen Kompetenzbereichen mit demografischen Schulmerkmalen, Kooperationsbeständen und Reflexionen zur Bildungsplanreform. Zentraler Aspekt der Auswertung ist die Bedeutung der Personal- und Budgetzuständigkeit für Schulleiter im Umgang mit benachteiligten Schülern. Die Ergebnisse markieren die teilautonome Organisationsform der Hauptschule als besonders wirksam.