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Private Militärunternehmen im Völkerrecht

Martin Niewerth

Die vorliegende Dissertation behandelt völkerrechtliche Fragen im Zusammenhang mit privaten Militärunternehmen. Sie ist damit die erste juristische Doktorarbeit mit diesem Thema im deutschen Sprachraum. In jüngerer Zeit wurden immer mehr militärische Aufgabenbereiche privatisiert. Anstelle von Söldnergruppen treten heute modern strukturierte Unternehmen mit Milliardenumsätzen in bewaffneten Konflikten auf. Den damit entstehenden völkerrechtlichen Fragen nach dem Status der Unternehmensangestellten, der Zurechnung ihrer Handlungen und der Ausweitung der Regulierung ihrer Tätigkeit widmet sich diese Arbeit.
Nach einer ausführlichen empirischen Darstellung des Phänomens moderner privater Militärunternehmen und des weltweiten Marktes militärischer Dienstleistungen klärt der Verfasser zunächst allgemein die Frage der Staatenverantwortlichkeit für das Handeln der Unternehmensangestellten. Die gewonnenen Erkenntnisse ordnet er dann in die neuesten Tendenzen des Völkergewohnheitsrechtes zum Gewaltverbot ein. Sodann klärt er die Frage, ob, ggfs. wann und mit welcher Konsequenz Unternehmensangestellte Anspruch auf den kriegsvölkerrechtlichen Status eines Kombattanten und Kriegsgefangenen haben. Schließlich untersucht er die derzeit vorhandene Regulierung durch Völker- und innerstaatliches Recht und fordert eine neue internationale Konvention.