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Entkriminalisierungstendenzen im besonderen Teil des Strafrechts

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Gerhard Roos

Die Arbeit macht den dialektischen Hintergrund der Entstehung und die gegenwärtige Bedeutung des Entkriminalisierungsgedankens deutlich, indem sie die durch die neuere Strafrechtsreform verwirklichten Entkriminalisierungsmassnahmen im Besonderen Teil des Strafrechts darstellt und in ihrem Ergebnis kritisch würdigt. Neben einer Auseinandersetzung mit den verschiedenen Entkriminalisierungs- konzepten wird weiter die These begründet, dass die Forderung nach Entkriminalisierung auch heute noch nichts von ihrer Bedeutung eingebüsst hat und dem Gesetzgeber als ständige Reformaufgabe ge- stellt bleibt. Welchen Beitrag Rechtsprechung und Strafrechtswissenschaft dazu leisten können, erörtert der Verfasser in einem eigenen Kapitel. Die Verwertung der gewonnenen Erkenntnisse fliesst in die kriminalpolitischen Schlussbemerkungen ein, die mit Vorschlägen für die zukünftige Behandlung der Bagatellkriminalität enden. Aufgrund ihrer Konzeption und der Bearbeitung einer Fülle von Problemen stellt die Arbeit einen wichtigen Beitrag zum kriminalpolitischen Dauerthema der Entkriminalisierung dar.
Aus dem Inhalt: Die generalpräventive Zweckmässigkeit einer Einschränkung des Strafrechts - Die Schutz- und Friedensfunktion des Strafrechts - Die Entkriminalisierung des Nebenstrafrechts, des Staatsschutzstrafrechts, der Demonstrations- und Sexualdelikte, die Abschaffung der Übertretungen, die Neuregelung des Schwangerschafts- abbruchs - Die verschiedenen Entkriminalisierungskonzepte - Die Mit- verantwortung von Rechtsprechung und Strafrechtswissenschaft - Kriminalpolitische Schlussbemerkungen - Vorschläge für die zukünftige Behandlung der Bagatellkriminalität.