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Wertform und Dichtung

Grundzüge einer ideologiekritischen Literaturtheorie erläutert an Texten von Novalis

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Karl-Heinz Fischer

Die kritische Literaturwissenschaft ist in eine Sackgasse geraten. Versuche, Kunst und Gesellschaft zu vermitteln, gehen in der Regel entweder am spezifischen Kunstcharakter der Werke vorbei, oder sie gelangen nicht zu relevanter Erkenntnis der Gesellschaft. Im Rückgriff auf die Analyse der Form der gesellschaftlichen Reproduktion, der «Wertform», deren Grundzüge Marx in seinen späten Schriften entfaltete, soll hier ein Ausweg aus diesem Dilemma gesucht werden. Über den dialektischen Begriff von Erfahrung als des wesentlichen Inhalts von gesellschaftlichem Bewusstsein wie auch von Kunst, wird die konstitutive gesellschaftliche Vermitteltheit ästhetischer Äusserungen aufgezeigt und an romantischer Dichtung demonstriert.
Aus dem Inhalt: Ideologie als literaturwissenschaftliche Kategorie - Die literarisch dargestellte Erfahrungswelt als ideologisches Resultat der Vergesellschaftungsform.