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Das Dämonische im Werk Theodor Storms

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Margaret T. Peischl

Das allgegenwärtige Unheimliche und vage Ahnungsvolle im Werk Storms wird als das Dämonische und als ein wiederkehrendes Hauptthema des Dichters bezeichnet. Storms bildhafte Darstellungen dieses rätselhaften, doppeldeutigen Prinzips in der Natur sowohl wie in der psychologischen, soziologischen und metaphysischen Welt entsprechen gelegentlich aber zufällig der Einstellung von den griechischen Philosophen, Goethe oder einigen deutschen Romantikern. Obwohl die christliche Einstellung zum Dämonischen als eindeutig Böses ebenfalls bei Storm zu finden ist, bleibt seine Auffassung des Phänomens trotzdem stark unchristlich und sogar vorchristlich gefärbt. Seine Gestaltung desselben ist eine höchst persönliche Angelegenheit und dient als Ausdruck und Bezeichnung für alles Unbegreifliche, Bedrohliche, Unvermeidliche und sonst Unaussprechliche in seinem Weltbild.
Aus dem Inhalt: U.a. Rechtfertigung der Verwendung des Begriffs des Dämonischen bei Storm mit Keller als kontrastierendem Beispiel - Unentschlossenheit als häufig erscheinender dämonischer Zug im Frühwerk Storms - «Der Schimmelreiter» als Musterbeispiel dämonischer Hybris - Die Frage der Schuld des dämonischen Menschen - Storms Gestaltung des Grotesken - Das Dämonische im metaphysischen Bereich.