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Literatur als geschichtliches Argument

Zur ästhetischen Konzeption und Geschichtsverarbeitung in Lion Feuchtwangers Romantrilogie «Der Wartesaal»

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Wolfgang Müller-Funk

Ausgangspunkt der Untersuchung bildet die unterschiedliche literarische Bewertung von Feuchtwangers Werk. Am Beispiel eines literarisch umstrittenen Autors wird- im Anschluss an Fragestellungen der «Kritischen Theorie»-exemplarisch gezeigt, dass gewisse formale und inhaltliche Schwierigkeiten signifikant sind für eine bestimmte literaturgeschichtliche Entwicklung. Die ästhetischen Mängel verweisen auf die Widersprüche einer Geschichtsphilosophie, die Aufklärung als quasi-mythologische Sinngebung begreift, die den Nachgeborenen durch die Literatur «aufgezwungen» werden soll. Literatur wird so zum Medium und zum Mittel geschichtlicher Argumentation.
Aus dem Inhalt: Feuchtwangers Konzeption eines geschichtlich-polit- ischen Gesellschaftsromans in den Jahren 1927 bis 1939 - Die äs- thetische Komposition der «Wartesaaltrilogie» - Historische «Wirklichkeit» und literarisches Modell-Feuchtwangers Romanwerk, ein Beitrag zu einer pragmatischen Philosophie der Geschichte - ausführliche Bibliographie.