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Otto Bähr (1817-1895)

Richter von universellem Geist, Mittler zwischen Dogmatik und Praxis

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Birgit Binder

Unter den deutschen Juristen des 19. Jahrhunderts nimmt Otto Bähr eine besondere Stellung ein. Seine Richterlaufbahn führte ihn bis in die höchsten Gerichtshöfe seines Heimatlandes Kurhessen, dann Preussens und des Reiches. Obwohl Praktiker, war er doch zugleich Verfasser einer der erfolgreichsten zivilrechtlichen Monographien des 19. Jahrhunderts. (Die Anerkennung als Verpflichtungsgrund, 1855). Doch auch die Entwicklung des öffentlichen Rechts hat er wesentlich beeinflusst; seine Schrift «Der Rechtsstaat» von 1864 war ein wichtiger Schritt auf dem Wege zur modernen Verwaltungsgerichtsbarkeit. Schliesslich hat er sich noch in hohem Alter mit einem eigenen Gegenentwurf in die Diskussion um das entstehende Bürgerliche Gesetzbuch eingeschaltet.
Aus dem Inhalt: Zusammenarbeit und Freundschaft mit Rudolph Jhering - Berufung in das Oberappellationsgericht Kassel und das Reichsgericht in Leipzig - Mitglied des Reichs- und Landtags - Die Lehre vom abstrakten Schuldvertrag - Die Rechtsstaatsidee - Die Zivilprozessordnung - Das Bürgerliche Gesetzbuch.