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Quellenanverwandlung beim frühen Brentano

Dargelegt an Liedeinlagen im «Godwi» und den unbekannten Wandzeichnungen im «Dichterzimmer» des Savignyschen Hofgutes Trages

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Brigitte Schad

Clemens Brentanos Imagination führte meist gerade dann zur Gestaltung eines höchst individuellen Neuen, wenn er aus literarischem Traditionsmaterial schöpfte. Diesem Phänomen geht die Arbeit nach und belegt das poetische Verfahren dieser Anverwandlung exemplarisch an mehreren Liedeinlagen des «Godwi», deren wichtige Kontextbezogenheit in die Analyse mit eingeschlossen wird. Ein auf italienischer Quelle fussender Wechselgesang führt zur bislang fast unbeachtet gebliebenen Dante-Rezeption Brentanos und deren zeichnerischem Niederschlag in den Wandzeichnungen der Brentano-Brüder in Trages, die hier erstmals gedeutet und veröffentlicht werden.
Aus dem Inhalt: Umgestaltung (Cyparissus-Sage) - Ausgestaltung (Echo-Mythos) - Eingestaltung (Schlangenköchin-Ballade) - Dante-Rezeption (im «Godwi», in den «Romanzen vom Rosenkranz», in den Wandzeichnungen in Trages) - Bildanhang - Faltblatt mit europäischen Versionen der Schlangenköchin-Ballade.