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Schularbeit

Untersuchungen zur vorindustriellen Tradition des Lehrberufes mit besonderer Rücksicht auf Deutschland im 16. bis 18. Jahrhundert

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Gerhard Grave

Die historische Untersuchung konkretisiert die Genese solcher «Tabus über den Lehrberuf» (Adorno), denen gemäss zumal die «Faulheit» als professionsspezifische Deformation der Lehrer zu gelten habe. Für die antike, die feudale und die frühbürgerliche Gesellschaft werden die jeweils gültigen Leit- und Zerrbilder des Lehrers ermittelt und zu der Erziehungswirklichkeit der Epoche, ihren kollektiven Sinnwelten und sozialen Strukturen in Beziehung gesetzt. Dem Verdacht, als bezahlte «Müssiggänger» entzögen die Lehrer sich einer bürgerlichen Pflicht zur Arbeit, stellten die «Schulmänner» der Frühen Neuzeit ein professionelles Konzept entgegen: «Schularbeit».
Aus dem Inhalt: «Krämer», «Hure», «Betrüger»: Unterricht als Gelderwerb - Verbotener Beruf und charismatisches Amt - Frühmittelalterliche «Schulen» und «Lehrer» - Der «Arbeiter» und sein «Lohn» - «Nachtrapp»: Identität als Derivat.