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Gomer

Der Höhenkult Israels im Selbstverständnis der Volksfrömmigkeit- Untersuchungen zu Hosea 4,1-5,7

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Helgard Balz-Cochois

Wie ist der nachelianische Höhenkult Israels, vom Jahwepropheten als «Hurerei» verurteilt, religionsgeschichtlich zu beurteilen? Ist synkretistische Volksfrömmigkeit etwas Minderwertiges und Verwerfliches? - Die polemische Metapher Hoseas ist Ausgangspunkt für einen Perspektivenwechsel, der das religiöse Selbstverständnis der bäuerlichen Bevölkerung Israels im 8. Jahrhundert von elementaren Lebensinteressen her zu erfassen sucht. Bei der Rekonstruktion von Glaubensvorstellungen und Kulterlebnissen geht es im besonderen um die Verehrung weiblicher Gottheiten neben Jahwe, die kultische Rolle der Frauen, und die Bedeutung der Sexualriten.
Aus dem Inhalt: U.a. Bauernglaube in Israel: Götter, Geister und Weibliches (Aschera und Astarte) - Höhenkult-Festpromiskuität als Opfer und Orgie - Bäuerliche Volksfrömmigkeit: Realismus und Rausch - Gomer oder die Macht der Astarte - «Weibliches Prinzip» und Gottesbild.