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Religion als Prinzip und Faktum

Das Verhältnis von konkreter Subjektivität und Prinzipientheorie in Kants Religions- und Geschichtsphilosophie

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Linus Hauser

Kant wird weitgehend als Vertreter einer abstrakt-aufklärerischen Alternativ-«Religion» verstanden, der keine sinnvolle Leistung in der Erkundung der menschlichen Frage nach Gott hinterlassen hat klammert man seine «destruktive» Metaphysikkritik aus. Auf dem Stand realitätstheoretischer und transzendentalontologischer Reflexionen Hegels und des späten Neukantianismus der Hönigswaldschule (Hönigswald, Wagner, Cramer) werden nun zu diesem Abstraktions- vorwurf Kants Werke und Nachlass interpretiert. Es zeigt sich dabei, dass Kant methodenbewusst Kategorien faktischer (geschichtlich-gesell- schaftlich vermittelter) als ineins damit prinzipienleistender (geltungskonstituierender) Subjektivität systematisch ausgearbeitet hat. Dabei lassen sich dann acht systematisch legitimierbare Prinzipienstufen dieser Ableitung aufweisen.
Aus dem Inhalt: Transzendentalphilosophie und konkrete Subjektivität - Die Prinzip-Faktum-Perspektive von Subjektivität - Die Logik Kantscher Ethik, Religions- und Geschichtsphilosophie - Moralbegründung bei Kant - Objektive und subjektiv-logisch notwendige Hoffnung - Der Hoffnungsentwurf und seine Erprobung.