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Syntaktische und semantische Differenzierung der spanischen Tempusformen der Vergangenheit perfecto simple, perfecto compuesto und imperfecto

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Rainer Kuttert

Trotz der fast unübersehbar gewordenen Literatur zu den spanischen Tempusformen der Vergangenheit kann das Problem der syntaktischen und semantischen Abgrenzung von perfecto simple, perfecto compuesto und imperfecto innerhalb der hispanistischen Sprachwissenschaft als noch nicht befriedigend gelöst betrachtet werden.
Die vorliegende Arbeit versucht das Problem auf eine innerhalb der romanistischen Sprachwissenschaft neuartige Weise anzugehen: Die Beschreibung der Folgerungsbeziehungen zwischen Sätzen, die sich nur in der Tempusform unterscheiden, kommt zu dem Ergebnis, dass die drei in Frage stehenden Tempusformen systematisch mehrdeutig sind. Dabei lassen sich die verschiedenen Verwendungsweisen der genannten drei Tempusformen in den Termini einer sinnrelationalen Semantik à la Lyons charakterisieren. In einem weiteren Schritt wird versucht, die in den unterschiedlichen Folgerungsbeziehungen zum Ausdruck kommenden verschiedenen «Bedeutungen» der einzelnen Tempusformen mit den von den Temporallogiken zur Verfügung gestellten Mitteln zu präzisieren.
Aus dem Inhalt: U.a. Telische und nicht-telische Verbalphrasen - Abgrenzung von perfecto simple, perfecto compuesto und imperfecto als absolut gebrauchte Tempusformen - Verwendung des imperfecto als relativ gebrauchtes Tempus.