Show Less
Restricted access

Poesie und Revolution- Zum Verhältnis von Kunst und Politik im Werk Heinrich Heines

Zum Verhältnis von Kunst und Politik im Werk Heinrich Heines

Series:

Günter Baumann

Man hat ihn als sozialistischen Revolutionär, als «l'art pour l'art»-Artisten, bisweilen auch als hoffnungslos zerrissenen Neurotiker und Relativisten gezeichnet; aber Heinrich Heine hat sich allen eindimensionalen Vereinnahmungsversuchen und Etikettierungsbedürfnissen standhaft verweigert: Kein Prokrustes-Bett wollte passen, immer gab es irgendwo Ecken und Kanten.
Die vorliegende Arbeit versucht dagegen, die schillernde Vielfalt von Heines wechselnden künstlerischen und politischen Positionen unter dem selbstgefassten Anspruch von Einheitlichkeit und dichterischer Universalität zu begreifen und die unterschiedlichen Manifestationen dieses Programms in den einzelnen Werken als Reaktion auf die jeweiligen gesellschaftlichen, politischen und literarischen Zeitumstände verständlich zu machen.
Aus dem Inhalt: U.a. Vom romantischen Epigonen zum Dichtersoldaten: «Harzreise» und «Nordsee» - Der radikale Heine der frühen Pariser Periode: Hegel, St. Simon, «Die Romantische Schule», «Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland» - Politische Ernüchterung und revolutionäre Skepsis: «Französische Zustände», «Ludwig Börne» - Abgrenzung nach links: «Atta Troll» - Abgrenzung nach rechts: «Deutschland. Ein Wintermärchen» - Heine und Karl Marx - Heine und der Kommunismus: «Lutetia».