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Geschichtsphilosophie und Theorie des historischen Romans bei Lion Feuchtwanger

Die Entwicklung Feuchtwangers von seinen literarischen Anfängen bis zum Exil

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Hamid Ongha

Im Spannungsverhältnis zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Fiktion und Realität, ist der historische Roman jenes literarische Medium, das am unmittelbarsten das geschichtsphilosophische Denken des Autors manifestiert.
Die Untersuchung des Einflusses der spätbürgerlichen Geschichtsphilosophie auf Feuchtwangers Philosophie- und Kunstvorstellung gibt wertvolle Hinweise auf den geistigen Konflikt einer bürgerlich- demokratischen Schriftstellergeneration, die im Sinne des bürgerlichen Humanismus erzogen, die Krise der Weimarer Republik und den Faschismus literarisch bewältigen muss. Im historischen Roman der deutschen Exilliteratur widerspiegelt sich dieser Konflikt sehr deutlich.
Aus dem Inhalt: Das Problem des historischen Romans im Exil - Geschichtsroman und Geschichtsschreibung - Feuchtwangers Geschichtskonzeption in der Tradition der spätbürgerlichen Geschichtsphilo- sophie - Feuchtwangers Geschichtspessimismus - Vom Ästhetizismus zum Realismus - «Der falsche Nero».