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Das Symptom des Schreibens

Roman und absolutes Buch in der Frühromantik (Novalis/Schlegel)

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Jens Schreiber

Mit der Gattung Roman entsteht die moderne Literaturkritik. Beidem, der neuen inflatorischen Gattung und der neuen interpretatorischen Technik des Lesens, hat sich die Romantik verschrieben. Die Arbeit geht davon aus, dass die einzige Realität, die der Roman präsentiert, die Rede und die Redenden sind. Indem die Romantik diesen Romandiskurs universalisiert und transzendentalisiert, stösst sie in das Territorium der reinen Grammatik des Wissens, der philosophischen Systeme als Redestrategie der reinen Wissenschaft vor. Der Roman trägt sich zweifach als Symptom ein: Einmal als Name einer endlosen Schrift, die nicht aufhört, und das Gesetz der systematischen Konstruktion des Wissens infrage stellt, zum zweiten als Symtom eines Begehrens, das sich im und als Sprechen (des Anderen) artikuliert.
Aus dem Inhalt: U.a. Romane. Schreiben-Lesen-Wissen - Klassik und Romantik - Der unmögliche Text - Absolutes Buch und Roman - Heinrich von Ofterdingen.