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Die Steuerung von Inflationserwartungen durch eine gewinnmaximierende Notenbank

Diskussion einer alternativen geldpolitischen Konzeption

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Karl Stahn

Angesichts der seit Ende der 60er Jahre zu beobachtenden Massierung gesamtwirtschaftlicher Zielverfehlungen stellt sich die Frage, ob die Ursachen für die wenig befriedigenden Erfolge monetärer Stabilisierungspolitik nicht auch in einer ineffizienten, den veränderten institutionellen Rahmenbedingungen nicht mehr gerecht werdenden Organisationsweise des Notenbankwesens zu suchen sind. Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit einem von Prof. W. Engels unterbreiteten Vorschlag zur Reform der Notenbankverfassung in der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Der Frankfurter Wissenschaftler verspricht sich von einer innerhalb gewisser Verhaltensrestriktionen frei nach Gewinnmaximierung strebenden Notenbank eine Verbesserung der staatlichen Konjunktursteuerung. - So bestechend sich das Engelssche Modell zunächst auch ausnimmt, scheitert seine Verwirklichung letztlich an der fehlenden Praxisbezogenheit wichtiger theoretischer und institutioneller Prämissen.
Aus dem Inhalt: U.a. Institutionelle und konzeptionelle Grundlagen der Geldpolitik in der BRD - Messung von Inflationserwartungen und Möglichkeiten zu ihrer Beeinflussung - Bargeldmengenziele als Verhaltensrestriktion für eine gewinnmaximierende Notenbank.