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Benedikt Livšic: das dichterische Werk von 1908 - 1918 im literarischen Kontext. Eine Rekonstruktion

Ida Junker

Benedikt Livšic (1887-1938) ist einer der russischen Dichter, die zu Opfern des Stalinschen Terrors wurden und denen bis Ende der 1980er Jahren eine angemessene wissenschaftliche Rezeption verwehrt blieb. In der hier vorliegenden Monographie wird eine umfassende Sinn-Rekonstruktion eines wesentlichen Teils seines oftmals willentlich dekontextualisierten und aus der Geschichte der russischen Literatur ausgeblendeten Schaffens unternommen. Sie stellt eine Auseinandersetzung mit den drei bedeutenden Schaffensphasen dar, für die die intertextuellen Bezüge zur französischen Dichtung, zum russischen Futurismus und zum so genannten Petersburger Text der russischen Literatur als zentral angesetzt werden. Die mit einer umfangreichen Bibliographie und zwei Registern versehene Analyse bettet das Werk von Benedikt Livšic in einen breiten literarischen Kontext ein und gibt zusätzliche Aufschlüsse über die dominanten Strömungen der Moderne.

Textlage und Forschungsstand - Der 2romanische Zugang"und seine Ursprünge - "Hamlet des russischen Futurismus" (V. Markov) - Der Gedichtband Bolotnaja meduza als Teil des Petersburger Textes der russischen Literatur