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Krieg und Frieden in der deutschen Literatur

Vom Barock bis heute

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Irmgard Elsner Hunt

Das Buch liefert einen literaturgeschichtlichen Leitfaden durch die in der Germanistik häufig gelesenen Werke und macht mit der Friedens- arbeit zeitgenössischer Schriftsteller vertraut. Die kriegs- oder friedensbezogene Literatur der letzten 300 Jahre zeigt grösste Relevanz zur heutigen Rüstungsdebatte auf; gleichzeitig müssen alte Begriffe umgedeutet werden. Die Barockdichter beklagen den grossen Krieg ihres Jahrhunderts und sehen den Krieg auch im Frieden; das achtzehnte Jahrhundert fragt nach den Friedenschancen durch Vernunft und Moral; die Literatur im neunzehnten Jahrhundert zeigt sowohl Romantisierung des Krieges als auch verstärkte Friedensaktivität. Die Schriften zum Thema im 20. Jahrhundert umkreisen die Weltkriege und das Atomzeitalter. Heute schliesst die gesellschaftliche Ver- pflichtung der Schriftsteller eine Berichtigung der von der Politik benutzten Sprache mit ein.
Aus dem Inhalt: Modernität des Barock - «Vernunft-Moral» - Romanti- sierung des Krieges - Frauen und Frieden - Vorahnung und Beginn des Ersten Weltkriegs - Ernst Toller - Die Brecht-Figur Courage - Nachkrieg - Grass' imaginäre und reale Treffen - Lyrik zum Thema - Schreiben und Handeln.