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Sean O'Casey und das epische Theater Bertolt Brechts

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O'Caseys Dramentheorie und -praxis wird aus der Perspektive des Brechtschen epischen Theaters untersucht. Leitendes Erkenntnis- interesse ist dabei, eine objektiv begründete Verwandtschaft beider Künstler herauszuarbeiten, d.h. nicht eine, die aus subjektiver Einflussnahme durch Werk oder Persönlichkeit eines Künstlers resul- tiert. Es wird also dargestellt, wie aus ähnlicher Beurteilung der von beiden Dramatikern vorgefundenen zeitgenössischen Realität (der Künstler als Sozialist) und ähnlichem Bezug zur Öffentlichkeit (der Künstler als Realist) vergleichbare Rezeptionsstrategien im Drama entwickelt werden (Episierung des Dramas, Entwicklung von Verfremdungstechniken in gesellschaftskritischer Funktion).
Aus dem Inhalt: Vom naturalistischen epischen Drama zum epischen Drama Brechtscher Provenienz - Kritik normativer formalästhetischer Positionen, Entwicklung rezeptionsästhetischer Positionen - Merkmale epischen Theaters (veränderte Nutzung von Raum und Zeit) - Ver- hältnis von Gefühl, Einfühlung und Verfremdungseffekt - Verfremdungs- effekt als Mittel der Gesellschaftskritik.