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Idealismus und Nihilismus in den «Nachtwachen» von Bonaventura

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Dass die romantische Bewegung zur «Schwarzen Romantik» und diese wiederum zu nichts führt, ist eine bekannte These. Die vorliegende Untersuchung fragt nach dem Wesen und den Gründen dieses Nihilismus. In einem dialektischen Durchgang durch diese Gründe, die in den «Nachtwachen» beispielhaft vielschichtig gegeben sind, wird versucht, eine sie einende und tragende Struktur freizulegen. Dabei zeigt sich, dass dieser Nihilismus Motive und Methoden des idealistischen Denkens benutzt. Als kontrastierende Folie zum Eigentlichen der «Nachtwachen» dient dabei Fichtes «Bestimmung des Menschen». Ein Ausblick schliesslich zeigt die Bedeutung dieses romantischen Nihilismus für die Antisentimentalität der Moderne am Beispiel Gottfried Benns.
Aus dem Inhalt: Durch die traditionellen Gründe des Nihilismus - Verzweiflung an der Welt, an der eigenen Natur und schliesslich an Gott - führt die Untersuchung, unter Berücksichtigung der Denkstrukturen des deutschen Idealismus, zu dem Grund, der all diese trägt und als «struktureller Nihilismus» keine Klage mehr sein will.