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Herrscheramt und Affektkontrolle

Johann Anton Leisewitz' «Julius von Tarent» im Kontext von Staats- und Moralphilosophie der Aufklärung

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Ines Kolb

Durch detaillierte Textanalyse und Berücksichtigung umfangreicher Quellen aus Staats- und Moralphilosophie der Aufklärung gelangt die vorliegende Arbeit zu einer neuen Einschätzung von Leisewitz' Drama. Sie steht im Kontext der Forschungen zum Rationalitätsdruck auf Machteliten im Sinne von Affektkontrolle und versucht, das Drama als sozialhistorische Auseinandersetzung zwischen Herrscheramt und Affektivität zu verstehen. Dabei wird deutlich, in welch umfassender Weise Leisewitz sowohl die politische Diskussion über die Möglichkeiten und Gefahren des Aufgeklärten Absolutismus reflektiert als auch moralische Fragen seiner Zeit diskutiert.
Aus dem Inhalt: Glückseligkeit - Das Postulat eines Jahrhunderts - Umrisse der politischen Welt in Leisewitz' Julius von Tarent - Leidenschaft und Affektkritik und ihre Folgen - Revolte gegen die normative Gesellschaft der Aufklärung.