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Das Judentum in der religionsgeschichtlichen Arbeit am Neuen Testament

Eine kritische Rückschau auf die Entwicklung einer Methodik bis zu den Qumranfunden

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Johann Maier

Gewöhnlich leiden die «religionsgeschichtlichen» Einlassungen neutestamentlicher Abhandlungen auf (früh-)jüdische Quellen an einem auffallenden Mangel: ihr unterscheidbarer Beitrag zu den schliesslichen exegetischen und theologischen Erträgen bleibt merkwürdig ungewiss. Man gewinnt den Eindruck, dass die mit beachtlichem methodologischen Bewusstsein erstellten Auslegungen neutestamentlicher Texte auch ohne jene «religionsgeschichtlichen» Mühen zu denselben Ergebnissen gekommen wären. Es bleibt eine interessante Frage, warum das so ist. Die vorliegende Studie unternimmt in solchem Zusammenhang einen ersten Versuch. Ihr Ziel und zugleich ihre Grenze ist es, die methodischen Linien kritisch nachzuzeichnen, welche sich seit der Aufklärung am «religionsgeschichtlichen» Umgang neutestamentlicher (und biblischer) Fachleute mit dem Judentum ablesen lassen.
Aus dem Inhalt: Die Schaffung der methodisch einschlägigen Voraussetzungen - Behandlung und Einschätzung des rabbinischen Schrifttums - Spätjudentumstheorie und Spätjudentumsforschung - Das Arrangement mit der apokalyptischen Literatur - Auswirkungen der Programme der «Sachkritik» und der «Neuen Hermeneutik» - Grundsätzliche Vorüberlegungen.