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Zur Entwicklungsgeschichte restaurativen Denkens im Kaiserreich.- Eine Untersuchung kulturkritischer und deutschkundlicher Ideologiebildung

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Johannes Pankau

Das Unbehagen an der Kultur artikuliert sich in einem breiten Strom kulturkritisch-restaurativer Reflexion gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die Untersuchung deckt den Bedeutungsgehalt des Begriffs Kulturkritik im Kontext der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse im wilhelminischen Deutschland auf. In einer eingehenden Analyse der Schriften von Paul de Lagarde und Julius Langbehn werden Tendenzen offenbar, die sich bis zur Formierung der nationalsozialistischen Ideologie als wirkungsmächtig erwiesen haben. In einem zweiten Teil weist die Arbeit, ausgehend von den Positionen Rudolf Hildebrands und Konrad Burdachs, wesentliche Verbindungslinien von kulturkritischem Denken und der deutschkundlichen Neubestimmung des Deutschunterrichts und der Germanistik auf.
Aus dem Inhalt: U.a. Kulturkritik im wilhelminischen Deutschland - Der Prophet auf verlorenem Posten: Paul de Lagarde und das andere Deutschland - Julius Langbehn, der Rembrandtdeutsche - Rudolf Hildebrand, Kulturkritik und Deutschkunde - Konrad Burdach: Deutsche Renaissance - Deutschkunde als System, die Gründung des «Deutschen Germanisten-Verbandes».