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Von göttlicher Vorsehung bis Zufall

«Tyche» im Werk des Plutarch von Chaironeia

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Jens-Frederik Eckholdt

Der facettenreiche griechische Ausdruck ‚Tyche‘ (Schicksal, Glück, Zufall; auch Name einer Göttin) hat im Werk des Plutarch von Chaironeia (ca. 45 bis 125 n. Chr.) einen großen Stellenwert. Diese Studie arbeitet durch vertiefte Quellenanalysen heraus, welche Bedeutungsfacetten bei Plutarch in verschiedenen Kontexten relevant sind, und verdichtet diese zu Typen. Sie schlägt für diese Typologie in ihrer Bedeutungsweite von göttlicher Vorsehung bis Zufall einen organischen Zusammenhang vor, der an Plutarchs Vorstellungen von den ‚Daimones‘ angelehnt ist. Ein besonderer Fokus ist auf die Erklärung der Geschichte durch Plutarch gelegt: Inwiefern geht er von menschlicher Tüchtigkeit aus und inwiefern sieht er ‚Tyche‘ im Spiel, wenn es um historische Prozesse geht?

Jens-Frederik Eckholdt studierte Geschichte, Deutsch und Philosophie auf Lehramt an der Bergischen Universität Wuppertal. 2015 erfolgte die Promotion im Fach Alte Geschichte. Seit 2014 ist er als Lehrer in Hamburg tätig.