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Santiago Rusinol (1861-1931)

Ein Beitrag zur Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts in Katalonien

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Heidi Johanna Roch

Santiago Rusinol ist der Hauptvertreter des katalanischen Modernismo. Neben der Anlehnung an zeitgenössische Stile in seinem Werk sind die «Fiestas Modernistas» als die markanten Beispiele seiner auf dem französischen Einfluss fussenden Kunstvorstellung zu sehen. Damit erklärt sich der Eklektizismus des Modernismo, der weder eine präzise stilistische Definition zulässt, noch eine Angleichung an eine bestimmte internationale Strömung möglich macht. Vielmehr als etwa der Jugendstil ist der Modernismo eine Geisteshaltung, die durch ihre Breitenwirkung die nationale Eigenständigkeit Kataloniens erzielte. Rusinol setzte sich als Maler wie als Schriftsteller für die Bewegung ein, die darüberhinaus eine Öffnung Spaniens nach Europa vorsah, lange bevor die «Generation 98» ähnliche Gedanken fasste. Und er ebnete gleichzeitig der nachfolgenden Künstlergeneration, als deren Vertreter Picasso zu nennen ist, den Weg.
Aus dem Inhalt: U.a. Olot oder das «katalanische Barbizon» - Zur Beziehungslosigkeit der dargestellten Personen: Paare ohne Kommunikation - Sitges als das «Mekka» des Modernismo - Modernismo ist nicht gleich Jugendstil - Analogie von Kunst und Natur - Parklandschaften als «Dokumente» geschichtlicher Entwicklung - Bildanhang.