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Raum und Körper in der zweiten Antinomie der Kritik der reinen Vernunft Kants

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Frank Höselbarth

«Eine jede zusammengesetzte Substanz in der Welt besteht aus einfachen Teilen.» Diese Thesis der zweiten Antinomie legt einen metaphysisch-dogmatischen Finitismus im Teilungsregress zugrunde. Auch die Infinitätsdoktrin der Antithesis ist unwahr; Totalität in Ansehung der Teilung eines Körpers gilt nur als regulatives Prinzip und Postulat der reinen Vernunft. Diese traditionelle Auflösung der kosmologischen Idee von der Totalität der Teilung eines gegebenen Ganzen in der Anschauung verfehlt aber die Eigentümlichkeit der zweiten Antinomie. Jene kommt erst dort zum Vorschein, wo das Verhältnis von Thesis und Antithesis als Aporie zueinander kontradiktorischer Methoden zur Bestimmung des Verhältnisses von Raumganzen und Körperganzen interpretiert wird.
Aus dem Inhalt: U.a. Die Abhängigkeit Kants in der Thesis von Leibniz - Entwicklung und Krisis des Begriffes der Anzahl - Darstellung der mathematischen Methode als Gegenstand des Kant-Lambert-Briefwechsels.