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Schriftsteller in der konservativen Tradition

Thomas Mann 1914-1924

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In Thomas Manns «Zauberberg» scheinen Bruchstücke grosser Bildungstradition in einem 'hermetischen' Bezirk gerettet. Sie stehen jedoch nicht mehr für ihren Zusammenhang mit der Realität ein, sondern werden als Kunstmittel in parodistischem Spiel zu immer neuen Konstellationen arrangiert. Meilenstein auf dem Wege zu dieser Kunstform sind die «Betrachtungen eines Unpolitischen». Thomas Mann fühlt sich durch die Erfahrung einer zerrütteten Ordnung gezwungen, konservative Positionen zu verteidigen, indem er Tradition neu formuliert. Die Untersuchung zeigt, wie produktiv das Scheitern des Versuchs war, eine Sprache des nationalen Pathos zu adaptieren: Nur die Parodie ist eine wirksame Verteidigung gegen moderne Tendenzen.
Aus dem Inhalt: U.a. Ursprünge des Konservatismus in Deutschland - Ästhetizismus - Autonomie vs. Engagement - Konservative Ironie - Diorama - Parodie.