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Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten bei Ausländerkindern in Deutschland

Aufgaben und Probleme einer interaktionsorientierten Zweitspracherwerbsforschung

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Die bisherige Erforschung des sogenannten «Gastarbeiterdeutsch» ist wesentlich geprägt durch grammatische, morphologische und auch phonologische Fragestellungen; diese Untersuchungen basieren überwiegend auf Querschnittsstudien; sie lassen deutliche Defizite, u.a. im Flexionsbereich, in der Wortstellung und im Lexikon der untersuchten Probanden erkennen.
Im Projekt «Gastarbeiterkommunikation», das an der Universität des Saarlandes durchgeführt wird, geht es um die Entwicklung des ungesteuerten Zweitspracherwerbs (deutsch) von Gastarbeiterkindern. Dabei wird das gesamte Interaktionsverhalten untersucht. In mehreren Longitudinalstudien - angelegt über einen längeren Zeitraum - wird neben den grammatischen Strukturen vor allem der Erwerb zusammenhängender Interaktionsschemata wie «Erzählen», «Beschreiben», «komplexes Fragen» untersucht. Der vorliegende Sammelband stellt eine Einführung in die angedeuteten Fragestellungen dar.
Aus dem Inhalt: Grammatische Abweichung und interaktioneller Erfolg in der Kommunikation von Gastarbeiterkindern - Aspekte der Verbalisierung kognitiver Schemata durch Gastarbeiterkinder, dargestellt am Beispiel einer Wegbeschreibung - Linguistische und interaktionelle Aspekte der Selbstkorrektur bei italienischen und türkischen Gastarbeiterkindern.