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Zensur im Vormärz

Der Prozess gegen den württembergischen Schriftsteller Friedrich Seybold im Jahre 1832

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Arthur Schielinsky

Diese Fallstudie zur Zensur im Vormärz verabschiedet die leichtsinnige Fiktion eines gesetzlosen Umgangs mit Literatur und Schriftstellern in der Metternichschen Restaurationsepoche. Ausschnitthaft wird im sogenannten Inquisitionsprozess gegen die Reiseschrift «Erinnerungen aus Paris» (1831) des demokratischen Dichterjournalisten Friedrich Seybold fassbar, wie sich in dem konstitutionellen Staat Württemberg trotz einer strengen liberalen Rechtstechnik beharrlich feudal-monarchische Rechtsinhalte behaupten. Das Oszillieren zwischen der liberalen Forderung nach erweiterter Meinungsfreiheit und den traditionsverhafteten Normen des Strafrechts zeigt der Verfasser an einem signifikanten Literaturprozess.
Aus dem Inhalt: U.a. Seybold, ein vergessener Demokrat - Die Überwachung des Büchermarktes - Inquisitionsprozess statt Anklageprozess - Gerichtszensur - Die Majestätsbeleidigung - Der Hochverrat.