Show Less
Restricted access

Pius XII. und die Deportation der Juden Roms

Klaus Kühlwein

Kein anderes Ereignis im Zweiten Weltkrieg hat Pius XII. so herausgefordert wie die SS-Judenaktion unter seinem Fenster. Was damals geschah, verdichtet die ganze Problematik um das Schweigen des Papstes. Historisch ist umstritten, was Papst Pius unternommen hat, um die Juden Roms zu retten, welchen Zwängen er unterworfen war und was er über das Schicksal deportierter Juden wusste.

Anhand zahlreicher Dokumente und Zeugenaussagen rekonstruiert die Studie die Vorgänge rund um die Razzia auf verschiedenen Ebenen. Sie fragt nach dem Kenntnisstand Pius XII. über die NS-Judenvernichtung und analysiert den Konflikt zwischen güterabwägendem Schweigen und Protest aus Gewissensgründen.

Das Ergebnis wirft neues Licht auf die Rolle Pius XII. im Herbst 1943.

Klaus Kühlwein ist wissenschaftliche Lehrkraft am Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg. Schwerpunktmäßig forscht er zur Thematik «Katholische Kirche/Vatikan in der NS-Zeit». Kühlwein promovierte an der PTH Sankt Georgen in Frankfurt am Main über die Ethik der Bergpredigt. Er hat die Zugangserlaubnis zum Vatikanischen Geheimarchiv und Archiv der Glaubenskongregation.