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Der Indio in der bolivianischen Gesellschaft und Literatur der Jahrhundertwende

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Angela Dencker

Der Indio als Thema der Literatur Lateinamerikas verweist immer auch auf die Identitätssuche dieses Kontinents und markiert Stationen lateinamerikanischer Selbstbewusstwerdung. In Zeiten gesellschaftlicher und ideologischer Umbrüche verschärft sich dabei die in der Literatur geführte Debatte um den Eingeborenen. Exemplarisch untersucht die Arbeit die kontroverse Thematisierung des Indio in der Literatur Boliviens zwischen 1900 und 1920 und wertet diese literarisch geführte Auseinandersetzung als Reflex einer tiefgehenden nationalen Krise, aus der die bis heute fortdauernden Abhängigkeitsverhältnisse verfestigt hervorgehen konnten.
Aus dem Inhalt: Der Indio als Konstante in der lateinamerikanischen Identitätssuche - Die liberale Oligarchie und der Indio in Bolivien - Die Krise des liberalen Denkens - Alcides Arguedas - Franz Tamayo.