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Thomas Mann: die Biographie des Adrian Leverkühn und der Roman «Doktor Faustus»

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Michael Schäfermeyer

In dieser Studie wird ohne Rekurs auf einen Autor versucht, die Erzählfigur Zeitblom in ihrer Funktion für die Biographie Adrian Leverkühns zu interpretieren. Die Konsequenzen aus dieser Konstellation für den Gehalt des Romans werden letztlich erst durch die Interpretation der Erzählverhältnisse in der Entstehung des Doktor Faustus offensichtlich. Es zeigt sich, dass Thomas Manns «wildestes Buch» (Thomas Mann) diese Eigenschaft nicht wegen seiner Thematik bewährt, sondern wegen der Dialektik der formalen Gestaltung (Biographie und Roman), durch die die zentralen Themen vermittelt werden. Die allein der Interpretation sich erschliessende ästhetische Reflexivität dieses Buches macht es zu einem «Lehrbuch» des modernen Romans.
Aus dem Inhalt: U.a.: Problematik der Erzählerfigur - Zwölftonmusik, Sprache und Montageverfahren - Zeitgeschichte in Biographie und Roman.