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Enttäuschung und Erinnerung

Untersuchungen zur Entstehung des modernen deutschen Romans im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts

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Der ästhetischen Formtheorie gilt der Roman als angemessene Ausdrucksform der «Moderne», d.h. als Ausdrucksform eines Zeitalters, das sich selbst geschichtsphilosophisch deutet und unter der Gestalt «transzendentaler Obdachlosigkeit» melancholisch reflektiert. Die Verschränkung dieses Modernitätsbewusstseins mit dem Roman hat ihren historischen Ort in Deutschland im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts: der ersten Krise der Aufklärung entsprungen, erhält der moderne Roman - Goethes «Werther» gilt als Paradigma - die avancierte Form des Desillusionsromans.
Aus dem Inhalt: Geschichtsphilosophie als Theorie der Moderne (Die Krise der Aufklärung - Konstitution des ästhetischen Bewusstseins - Antiklassizismus und Modernität: Entlegitimierung der Gattungspoetik), Desillusionsroman (problematisches Individuum - Melancholie - Immanente Poetik).