Show Less
Restricted access

Zum Verhältnis von Dichtung und Geschichtsschreibung

Theorie und Analyse

Series:

Die Geschichte des Verhältnisses von Dichtung und Geschichtsschreibung ist eine Geschichte beständiger Grabenkämpfe, die von den Theoretikern beider Disziplinen von der Antike bis zum 19. Jahrhundert mitunter mit polemischer Irritation geführt wurden. Hier wird die Frage gestellt nach den Prämissen und Implikationen des traditionellen Oppositionsverhältnisses von Dichtung und Geschichtsschreibung und nach den Möglichkeiten und Bedingungen seiner Überwindung. Die Antwort auf diese Frage ist angelegt als Analyse von Theorieentwürfen, die entscheidende Phasen der historischen Entwicklung dieses Verhältnisses markieren. Während im ersten Teil der Arbeit die gängigen Kategorien und Schemata theoretischer Modelle reflektiert werden, gilt der zweite Teil der Arbeit einer Reihe von Werken, in denen sich das Verhältnis von Dichtung und Geschichtsschreibung literarisch-praktisch manifestiert. Anhand der Shakespeareschen Geschichtsdramen wird die Analyse des Beziehungsgeflechts von Dichtung und Geschichtsschreibung weitergeführt, d.h. in der die möglichen kritischen Massstäbe und Kategorien liefernden literarischen Wirklichkeit lokalisiert.
Aus dem Inhalt: U.a. Dichtung und Geschichtsschreibung in Poetik und Historik (Herodot, Aristoteles, Sir Philip Sidney, Francis Bacon, David Hume, Wilhelm von Humboldt, Thomas Carlyle, Friedrich Nietzsche) - Der Geschichtsdramatiker als Geschichtsschreiber: 1,2,3 Henry VI, Richard III - Geschichtsaussage im Medium poetisierter Geschichte.