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Martin Buber und die Philosophie

Die Auseinandersetzung Martin Bubers mit der wissenschaftlichen Philosophie

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Martin Bubers zentrales Problem ist das Problem der Lehre. Alle Lehre ist Vermittlung, das Leben aber ist unmittelbar. Dies ist der Widerspruch, in dem sich Bubers Denken befindet. Da nun der Weg der Lehre nicht anders sein kann als der Weg des Lebens, so muss das Prinzip der Wirklichkeit auch das Prinzip der Vermittlung sein, wenn das volle menschliche Leben vermittelt werden soll. Diese volle Vermittlungskraft traut Buber daher nicht dem Denken allein, sondern nur dem Leben selbst zu. Damit erlangt das Erlebnis für das Werden des Menschen eine grundsätzliche Bedeutung. Der Weg der Lehre ist also nicht der zur Ausübung einer Erkenntnis, sondern der zur Erfüllung in einem zentralen Menschenleben (Tao). Buber strebt darum eine umfassendere als nur die der bewusstseinsbildenden Vermittlung westlicher Bildung an.
Aus dem Inhalt: U.a. Philosophie und Wirklichkeit - Erkennen und Erleben - Die ursprüngliche Aufgabe der Philosophie - Reine lebendige und faktische objektivierte Vernunft.