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Ungarns Wirtschaftsmechanismus im Wandel zwischen Plan und Markt

Eine entwicklungstheoretische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Investitions- und Aussenhandelspolitik

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Tones Heinrich Hilker

Mit dem Neuen Wirtschaftsmechanismus von 1968 wurde in Ungarn die Schwelle zur sozialistischen Marktwirtschaft überschritten. Dieses Modell weist trotz gewisser Friktionen eine erstaunliche Stabilität während des in unterschiedlicher Intensität fortgeführten Reformprozesses auf. Es zeigt sich, dass die Inkonsistenz des Lenkungssystems als Folge des Versuchs einer Verknüpfung von Plan und Markt - abgesehen von der Einbindung in den RGW - entwicklungs- theoretisch zu deuten ist als das Ergebnis eines Sicherheitsdenkens, das partiell dem Wertesystem einer vorindustriellen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verhaftet ist. Dabei erfolgt unter dem Einfluss von Wachstumszielsetzung und Öffnung zum Weltmarkt schrittweise, ein Wandel i.S. marktorientierter Lenkung bzw. einzelwirtschaftlicher Risikoabsorption.
Aus dem Inhalt: Ausgehend von einer verhaltenstheoretisch orientierten Entwicklungstheorie werden die Konsequenzen der Planungs- und Preispolitik insbesondere seit 1975 u.a. in der Investitions- und Aussenhandelspolitik untersucht. Es wird nachgewiesen, dass im wesentlichen vom Weltmarkt die Effizienzzwänge ausgehen, die den Wandel des Systems vorantreiben.