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Mensch und Natur im Alten China

Zum Subjekt-Objekt-Gegensatz in der klassischen chinesischen Philosophie- Zugleich eine Kritik des Klischees vom «chinesischen Universismus»

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Heiner Roetz

Die Stellung des Menschen zur Natur, ein Thema von bleibender Aktualität, war für China wie für Europa eine der zentralen Fragen der Philosophie. Die chinesischen Denker gaben auf sie sehr unterschiedliche Antworten, die hier anhand der Originalquellen und im Vergleich mit westlichen Ansätzen nachgezeichnet sind. Was all diesen Antworten zugrundeliegt, ist das Bewusstsein der Spaltung der Welt, des Verlustes der Einheit mit der Natur seit Beginn der Zivilisation. Dies widerlegt das gängige Klischee vom «universistischen» «chinesischen Denken», dem die Trennung von Mensch und Kosmos, Subjekt und Objekt angeblich fremd ist.
Aus dem Inhalt: U.a. Die Entwicklung des «Universismus»-Kli- schees - Verlust und Wiedergewinnung der Einheit von Mensch und Natur im frühen Daoismus - Xun Zis Philosophie der Naturunterwerfung.