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Das Alles für ein Stück Brot

Migrantenliteratur als Objektivierung des «Gastarbeiterdaseins»- Mit einer Textsammlung

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Die Diskussion des «Gastarbeiterproblems» behandelte bisher fast ausschliesslich dessen wirtschaftlichen Aspekt, was die allgemeine Vorstellung hat aufkommen lassen, dass es sich beim Gastarbeiter nur um eine Arbeitskraft handle und nicht auch um einen Kulturträger. Durch diese so einseitige Betrachtung sind der Eingliederung der Migranten in das gesellschaftliche System der BRD Hindernisse entstanden, welche zu einer Polarisierung des Migrantendaseins geführt haben. Der Dualismus Heimat/Fremde bestimmt die literarische Produktion der Migranten nicht nur im Thema, sondern auch in der Form. Die Auswahl an Gedichten und Kurzgeschichten, die dieses Buch vorschlägt, sind präzise Aufzeichnungen der täglichen inneren und äusseren Kämpfe, die vom Migranten ausgefochten werden müssen. Diese kleine Sammlung hat das Ziel, dem Leser das «Gastarbeiterproblem» einmal von einer anderen als der wirtschaftlichen Seite zu zeigen und soll gleichzeitig hervorheben, dass nicht nur Arbeitskräfte kamen, sondern Menschen.
Aus dem Inhalt: Einige soziologische Betrachtungen als Schlüssel für einen Interpretationsversuch der Migrantenliteratur - Einflüsse des extralinguistischen Kontextes auf Thema und Form einiger Gedichte und Kurzgeschichten der Migrantenliteratur - Gedichte - Kurzgeschichten.