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Nouveau Roman und Ideologie

Die Methodologisierung der Kunst durch Alain Robbe-Grillet

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Franz-Josef Knapstein

Inmitten der französischen Nachkriegszeit stemmt sich ein Schriftsteller voller antimoralischer Verve gegen den «humanistischen Tiefsinn» von Existentialismus und Absurditätsphilosophie. Der Versuch einer Rekonstruktion der poetologischen Theorie des Nouveau Romanciers Alain Robbe-Grillet stösst auf einen radikalen antimetaphysischen Ideologiekritiker. Jedoch: Bei allem Spott über das Leiden an der Welt als selbsterfundene Tragödie, bei aller Polemik gegen die Literatur eines Balzac, Camus und Sartre als anthropomorphisierende Sinnstiftung bleibt sein Werk von metaphysischen Positionen nicht unberührt. Ausgerechnet im Seinsbegriff der Heideggerschen Fundamentalontologie und dann in den sprachphilosophischen Aporien einer autoreferentiellen Literatur sucht er die Alternative zur Metaphysik der «connivence» zwischen Mensch und Welt.
Aus dem Inhalt: U.a. Robbe-Grillet théoricien: Rekonstruktion der Poetologie eines Nouveau Romanciers - «La parole ludique»: narrative Skepsis als Mittel zur Entlarvung von Ideologie - Mythologie in Projet.