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Das Bild Polens in der Literatur der Weimarer Republik

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Dorothea Friedrich

Die deutsch-polnischen Spannungen eskalierten in den Zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts, als zum ersten Mal seit den Polnischen Teilungen wieder ein polnischer Staat an der östlichen Grenze Deutschlands errichtet wurde und dieser Staat deutsche Gebiete beanspruchte. Der Konflikt spiegelt sich in der Literatur der Weimarer Republik wider. Oberflächlich hat diese Literatur ausschliesslich die deutsch-polnische Problematik zum Thema, doch offenbart sich in ihr vor allem das verletzte Nationalbewusstsein der Deutschen nach dem verlorenen Krieg. Das Medium des Trivialromans wird zum Vehikel der politischen Botschaft gemacht. Diesem nationalistischen Sog vermochten sich nur wenige Autoren zu entziehen, etwa Alfred Döblin mit seinem Bericht 'Reise in Polen', der im Mittelpunkt dieser Studie zum Polenbild der Weimarer Republik steht.
Aus dem Inhalt: U.a. Die Anfälligkeit der Weimarer Zeit für die Übernahme von Feindbildern - Polnische Stereotypen und Klischees - Die soziale Thematik - Das Problem der Nationalität - Die Umstrittenheit des Grenzlands - Sprache und Erzählstrukturen.