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Die Runenkunde im Dritten Reich

Ein Beitrag zur Wissenschafts- und Ideologiegeschichte des Nationalsozialismus

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Ulrich Hunger

Die Konjunktur der Runenkunde im Dritten Reich wurde zugleich von akademischer, laienhafter und parteipolitischer Seite getragen. Alle Aktivitäten waren sowohl organisatorisch als auch inhaltlich ineinander verflochten. Die ideologiekritische Untersuchung zeigt, dass die geistesgeschichtliche Überbewertung der Runenschrift auf eine Germanenideologie zurückgeht, die durch ihr Verständnis von Kultur, Kontinuität, Geschichte und Wissenschaft charakterisiert ist. Die Runen als Kronzeugen der kulturellen und rassischen Höherwertig- keit des Germanentums konnten sowohl zur Herrschaftslegitimation als auch zur Rechtfertigung eines expansiven Grossmachtstrebens beitragen.
Aus dem Inhalt: Arntz und Krause als Runologen - Runenkunde im «Amt Rosenberg» und im «Ahnenerbe» der SS - Vorgeschichte und zeitgenössischer Hintergrund - Konstituenten und politische Konsequenzen der Germanenideologie.